Komandoo 2008

Date: 30. April 2008 Posted by: MichWitz In: Reisen

Unsere Flitterwochen sollten uns wieder auf die Malediven führen. Da wir zuvor bereits vor drei Jahren auf den Malediven eine etwas größere Insel besucht hatten, wollten wir nun eine kleine Insel, die vor allem schöne Strandbungalows haben sollte, die sehr nah am Strand stehen mussten. Obwohl der Reiseveranstalter mit dem wir bereits damals auf den Malediven waren uns ein super Angebot für einen Wasserbungi auf Fiha machte haben wir uns trotzdem für eine andere Insel entschieden.

Achtung lang!!! 

No News, No Shoes – Komandoo.

Anreise:
Das erste Mal, dass wir eine Fernreise mit einen europäischen Ferienflieger (LTU) begangen. Hier werden die Unterschiede zu den asiatischen Airlines die wir bisher hatten schon sehr sichtbar – doch die ca.9h vergingen doch recht gut – allerdings nicht wirklich zum genießen.

In Male fanden wir nach den üblichen Passkontrollen sehr schnell unseren Reiseveranstalter, der uns auch gleich zum MAT Schalter schickte wo wir sehr schnell eingecheckt wurden – und schon ging es ab über die ganze Insel bis zu den MAT Startplatz am anderen Ende der Flughafeninsel. Für die Inseln Kuredu und Komandoo gibt es bei MAT eine extra Lounge auf der sich sehr gut auf den nächsten Flieger warten lässt. Softdrink, Tee und Kaffee und ein kleines Begrüssungsgeschenk (kl.Wasserflasche und Ohrstöpsel) gratis – doch bereits 15min später könnten wir in den Flieger steigen und ab ging es mit wunderbaren Blick auf die Inseln unter einem gen Komandoo. Da wir die einzigen Gäste für Komandoo im Taxi waren landete der Flieger erst hier und wir verliesen den Flieger und waren nur noch eine kleine Bootsfahrt vom Paradies entfernt.

Hier wurden wir von der Hotelmanagerin, Trommeln und dem obligatorischen Kokoseis empfangen.

Dann kam leider gleich ein kleines Negativum. Meine Frau hatte während des Urlaubs Geburtstag und ich wollte einen – in diversen Foren sehr empfohlenen – Segelausflug an ihrem Geburtstag als Geschenk für sie buchen. Dies hatte ich so vorher in mehreren Mails erklärt und auch gebucht. Leider war das erste was die Managerin uns nach dem Eis fragte, ob wir den Trip nun fest buchen wollten – toll. Naja, meine Frau ist ja schlau und hatte sich vorher schon so was gedacht, von daher, naja.

Des Weiteren war das nächste Thema, dass unser Bungalow noch nicht frei ist und erst zwei Tage später zur Verfügung stand.

Erst dachte ich – ups, dann werden wir wohl die ersten Nächte in einen Standardbungalow müssen (wir hatten Jacuzzi – wg der Lage – gebucht) – doch gefehlt. Die ersten beiden Nächte durften wir in einen Wasserbungalow – damit war der faux pas von Anfang doch etwas abgelindert ;o).

Die Insel:
Die Insel selbst ist recht klein (500x100m) und hat etwas mehr als 50 Bungalows (zu denen später). Der Hauptjetty liegt auf der Ostseite und hier ist auch der etwas schmalere Strand dafür aber die breitere Lagune. Außerdem gibt es hier nördlich neben dem Jetty die Bar danach das Spa und am nördlichen Ende das Restaurant. Auf der Westseite ist der Strand etwas breiter, dafür die Lagune wesentlich schmaler. Am Südende der Insel sind die Wasserbungalows in einem Drittelkreis angeordnet.

Der Blick von der Westseite geht auf die bewohnte Insel und auf der Ostseite auf die unbewohnte Insel.

Wie wir schon vorher in vielen Reiseberichten lesen konnten war die Mehrheit der Meinung, dass die Ostseite zu bevorzugen ist. Zum einen wg. dem Ausblick – zum anderen weg dem etwas schmaleren Strand der damit auch weniger mit Treibgut (Muscheln, Korallenbruch etc.) durchsetzt ist und der viel breiteren Lagune. Auf der Westseite sind in der Mehrzahl Standardbungalows – bis auf die letzten 6 vor den Wasserbungalows auf der Südspitze die Jacuzzi-Bungalows sind. Auf der Ostseite sind nur die ersten 6 Bungalows Standard (Richtung Jettyy und Empfang) und der Rest (21?) sind Jacuzzies (Delphin, Manta, Marlin) die letzten drei Marlins sind mit einer größeren Terrasse ausgestattet, da hier der Strand zu schmal ist. Inzwischen werden diese auch auf den Websites von Komandoo als Marlin-Wasserbungalows angeboten.

Im Inselinneren (soweit man das so nennen kann) gab es die Reihenbungalows der Mitarbeiter.

Die Vegetation ist – besonders auf der Ostseite – stark Buschlastig. Hier gibt es weniger Palmen als auf der Westseite (hier auch nur vereinzelt) und im Inselinneren. Jedoch gibt es sehr viel grün und vor allem werden die Bungalows durch übige Vegetation voneinander getrennt, was jedem Bungalow seinen eigenen Raum lässt. Besonders auf der Ostseite hat man so das Gefühl, dass jeder Bungalow wie in einer eigenen Bucht liegt, da vor dem Bungalow der Bewuchs schräg nach rechts und links für 5-6m weggeht und bei Flut das Wasser bis dort vordringt und bei Ebbe etwas 3-4m davor. Vor dem Bungalow sieht man quasi kaum die Nachbarn rechts und links und vor sich nur das Meer wenige Schritte entfernt.

Die Bungalows:
An den ersten beiden Tagen hatten wir die Möglichkeit einen Wasserbungalow zu bewohnen. Diese sind recht schick und gut ausgestattet. Allerdings hatten wir das Gefühl, dass die Wasserbungis auf Fiha schöner waren (und das bei der Hälfte des Preises). Über einen Steg auf der Südspitze (Achtung!!! Unbedingt Schuhe anziehen – das musste ich schmerzlich feststellen) gelangt man zu den Wasserbungalows die jeweils rechterhand über einen kleinen Einzelsteg abgehen. Komisch war, dass die Plattform vor dem Eingang nicht mit einem Geländer umgeben war. ca. 1m neben der Tür geht es damit ungehindert abwärts ins Wasser. Vom Eingang gelangt man direkt in das große Schlaf/Wohnzimmer mit großem Himmelbett und einer zweier Relaxliege. Beides sehr schön gestalltet. Ein Schreib/Schminktisch mit Stuhl, eine Kommode mit Schubkästen, eine Kommode mit Minibar und Fernseher sowie ein zweitüriger Kleiderschrank und zwei Nachtschränkchen bilden die Resteinrichtung hier. Auffällig war, dass es nur den einen Stuhl vor dem Schreibtisch gab – ansonsten kann man sich nur aufs Bett setzen/legen oder auf die Relaxliege legen. Meiner Meinung nach wäre anstatt der Liege eine praktische Couch oder Eckcouch sinnvoller und wohnlicher, da die Relaxliege eher dem Style als dem Praktischem dient.

Rechts neben dem Wohn/Schlafraum ist das Bad mit Jacuzzi, Doppelwaschtisch, Dusche und WC. Sehr schön gestaltet und auch von der Terrasse aus begehbar. Was uns gefehlt hat war in der Dusche eine Handbrause – hier gab es nur einen Regendusche – mit der man sich wirklich gründlich abbrausen (Sand an den Beinen und Füssen zB.). Doch das war auch ein Punkt in den anderen Bungis.

Die Terrasse der Wasserbungis ist recht geräumig und hat vor dem Bad eine große Tagesliege die Überdacht ist. Allgemein ist das Vordach des Bungalows etwas über die Terrasse gezogen, was aber nicht wirklich Schatten garantiert. Außerdem gibt es noch einen Tisch mit zwei Stühlen und eine Doppelsonnenliege. Über eine Treppe gelangt man recht gut ins Wasser wobei der Weg zur Riffkant von den meisten Bungalows ungeheuer weit ist, da sich die Lagune an der Südspitze sehr weit hinauszieht.

Alles in Allem fanden wir die Wasserbungies in Fiha besser wobei dies ein Vergleich auf sehr hohem Niveau ist.

Ab den dritten Tag waren wir dann in dem gebuchten Jacuzzi Bungalow. Also wir gebucht hatten (August 2007) war es noch so, dass es die Jacuzzies nur auf der Ostseite gab und dies hat den Ausschlag für die Buchung von uns. In der Zwischenzeit wurden die südlichen 6 Bungalows (Shell) der Westseite auch zu Jacuzzies umgebaut und wir sollten dann auch einen von diesen erhalten. Dies haben wir erfahren als wir noch im Wasserbungalow wohnten – und so haben wir einfach nachgefragt ob nicht doch noch einer auf der anderen (Ostseite) frei wird. Siehe da es gab noch einen (die Managerin hatte als wir ankamen gefragt ob wir eine Präferenz hätten – war wohl eher rethorisch) – und somit zogen wir vom Wasserbungalow aus nicht in einen Shell, sondern in einen Marlin Bungalow. Marlin 3 – der 6tletzte auf der Ostseite vor den Wasserbungalows. Hier hatte wir wirklich Glück.

Der Bungalow hatte bei Ebbe ca. 10m Strand vor der Terrasse und bei Flut ca. 5-6m. rechts und links dichte und hohe Begrünung und so wirklich einen Blick und ein Gefühl wie in einer privaten Bucht – Paradies pur. Der Bungalow selbst war auch eine wucht. Der Weg über die Insel führt im Inselinneren hinter den Bungalows vorbei. Zwischen den Bungalows gelangt man auf der linken Seite auf die Terrasse die halb um den Bungalow herum geht. Der Eingang zum Bungalow ist vorn – man kommt also von hinten auf die Terrasse geht diese ein viertel um den Bungalow und steht somit vor dem Bungalow und auch vor der Eingangstür von der aus man direkt in den einzelnen großen Raum kommt. Hier ist ein Himmelbett, ein Kleiderschrank, ein Schreibschminktisch mit Stuhl, ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen und ein etwas größerer Tisch mit zwei Stühlen und Nespressomaschiene. Also 5 Stühle (im Vergleich zu einem in den Wasserbungalows)! Die Klimaanlage ist leider etwas unpraktisch neben dem Bett angebracht, so dass diese immer auf Bett bläst, doch da ich da nicht so empfindlich bin war das ok. Außerdem gibt es noch hoch oben im Pyramidenförmigen Dach einen Ventilator. Minibar und Tresor sind im Kleiderschrank untergebracht. Rechts hinten ging es hinaus ins Bad. Hier ging es ein paar Stufen (3) nach unten und zum WC und Doppelwaschtisch und Dusche. Bis hierher war Bad überdacht. Dann kommt man in einen kleinen Innenhof mit einem Überdachten Tagesbett und einem Jacuzzi – beides sehr einladend, doch da wir uns sowieso im Paradies befanden, hatten wir nur ein einziges Mal die Gelegenheit genutzt hier zu entspannen. Der Innenhof ist durchaus geräumig und auch gut nach außen abgedämmt (der Inselrundweg führt ja dahinter entlang).

Vor der Bungalow war die überdachte Terrasse (ca. 1.80m breit) auf der zwei Sonnenstühle (Plastik zum mit ins Wasser setzen) und ein Beistelltisch/Hocker. Über drei Stufen landet man direkt auf den Strand. Auf den Stufen steht ein Kübel mit Wasser und Kokosschalenschöpfkelle damit man sich die Füße vom Sand abspülen kann – praktisch und originell. Am Strand sind dann noch zwei Sonnenliegen (Plastik) mit gut gepolsterten Auflagen.

Alle Bungalows waren aus Holz und innen auch gut mit Holz ausgestattetet. Ausnahme war der Dusch/Waschbereich der gefliest war und der Badebereich der Standard-Bungalows, der keinen Innenhof (bzw. wesentlich kleiner) und keinen Jacuzzi/Tagesbettbereich hat.

Der Roomboy kommt immer zweimal am Tag – gg.Mittag zum Saubermachen (Strandbadetücher gab es bereits früh gg. 8 neu auf der Terrasse) und Abends zum noch mal durchkehren, Betten richten und Tassen ausspülen.

Als Fazit fanden wir die Beachbungalows schöner als die Wasserbungalows – diese waren mehr auf Style aus – die Strandbungalows dafür wesentlich praktischer und wohnlicher. Außerdem war – gerade auf der Ostseite – das „vor“ dem Bungalow paradiesisch.

Hausriff:
Das Hausriff geht um die Insel rum – wobei die West- und Ostseite interessanter sind. Wir waren am Anfang immer auf der Ostseite (durch den Bungalow) doch dort war der Weg zum Riff recht weit. Ca. 100m Fußweg auf der andere Inselseite sind wir danach immer zwischen Strand- und Wasserbungalows auf der Westseite ins Wasser gegangen und hier war man ruck zuck an der Riffkante. Besonders toll – auf der Westseite hatten wir zweimal recht lange eine Wasserschildkröte beobachten können. Bis auf 1m ist die rangekommen ohne sich wirklich davon stören zu lassen, dass da wer rumschnorchelt. Super!!!. Außerdem haben wir einige Rochen vorbeifliegen sehen und natürlich viel Fischsuppe. Die Ostseite fand ich weniger spannend – allerdings habe ich gleich am Anfang echt beeindruckende Igelfische (Größe) gesehen.

Neben den Rochen und den Schildkröten waren wir aber vom Hausriff her nicht so beeindruckt. Unser Eindruck war, dass Fihas Hausriff besser war – vor allem, da wir vorher immer wieder damit konfrontiert wurden, dass Fiha doch kein wirklich gutes Hausriff haben sollte (wir empfanden das anders doch hatten bis dahin keinen Vergleich) und wir daher recht hohe Erwartungen hatten. Doch auch hier gilt – wir vergleichen auf hohem Niveau.

Restaurant:
Leider, Leider … viel zu gut. Das Angebot war zwar nicht übbig, doch mehr als ausreichend und auch Qualität war echt gut. Zu jeder Mahlzeit gab es Live-Kochen und jeden Abend einen anderen Themenabend über zwei Wochen hinweg. Die Kellner und Köche sehr nett und zuvorkommend. Außerdem gibt es eine Terrasse zum draußen sitzen, welche aber nur Abends gedeckt war (Mittags war es zu warm) und schnell belegt war. Da aber meist wenig Wind ging, waren wir bis auf zweimal immer drin in der Nähe eine Ventilators.

Bar:
Das Highlight der Abende. Unbedingt zu empfehlen. Silva (Cheffe) versucht alles um einen glücklich zu machen und hat uns extra Ramazotti besorgt – hat nur zwei Tage gedauert. Die Barmänner Ranjith und Tulak sind super und fix und haben immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.

Ausflüge:
Wie am Anfang beschrieben hatten wir den Ausflug mit der Britt gebucht – vor allem, da hier immer wieder von Mantas gesprochen wurde. Der Trip geht Vormittags 9:45 los – wir hatten eine Stunde Verspätung, da es ein Problem mit dem Antrieb gab (dafür gab’s vom Mgtm eine Fischbestimmungskarte) und dann ging es direkt los und nach ca. 30min waren wir am ersten MantaSpot und wir haben echt viele Mantas sehen können und sie sind beim Schnorcheln auf Armlänge an einem vorbeigesegelt – Toll!!!!. Danach ging es an ein Riff an eine einsame Insel was wohl mehr dazu diente, dass die Crew das Mittagessen vorbereiten konnte. Dieses war dann auch sehr gut und üppig. Nachmittags ging es dann zu einen Delphinspot mit mehreren großen Herden von Delphinen und dann zu einem Wrack das umschnorchelt werden konnte. Hier gab es Garnelen, Muränen und Rochen zu sehen – und eine ganze Menge Taucher ;o). So gg. 17 Uhr sind wir dann zurück gekommen – Insgesamt ein tolles Erlebnis und die 110$ pro Nase waren schon wg. der Mantas gut angelegt.

Weiterhin gibt es jeden Tag (abwechselnd Vormittags und Nachmittags) eine Kostenlose Fahrt zur einsamen Insel gegenüber – Vormittags für ca. 1,5h und Nachmittags 2,5h. Wir hatten das Pech, dass wir uns einen Tag mit schlechten Wetter und Sturm für den Trip ausgesucht hatten – doch auch ohne diesen Nachteil denke ich, dass sich nicht wirklich lohnt – nur was für Tage wo es einem wirklich zu langweilig wird.

Außerdem gibt es diverse Angelausflüge und Ausflüge zu unterschiedlichen Themen nach Kuredo (Inselbesichtigung und Schnorcheln oder Golfkurs) und Ausfüge zu Einheimischen Inseln – Insgesamt eher Preisintensiv bzw. den Preisen der Insel angepasst.

Parallel bietet die Tauchschule Di und Do Schnorchelausflüge an – 33$ pro Person sind dafür recht teuer – doch nach 10 Tagen Hausriff macht man auch das ;o). Wir sind zwei Riffe angefahren wobei das zweite (The Wall) recht interessant und bunt war. Hier haben wir eine ganze Rochenfamilie gesehen und einige Calemaries.

Abreise:
Zurück ging es eigentlich genau so unspecktakulär wie hinzu – somit war hier nicht wirklich viel zu sagen.

Fazit:
Definitiv eine unvergesslicher Reise und die wohl schönsten Strandvillen die wir uns vorstellen können. Leider alles recht Preisintensiv und für uns als Flitterwocheninsel sicherlich mehr als akzeptabel. Für einen „normalen“ Urlaub würden wir jedoch eher ein paar Kompromisse eingehen. Die Insel ist definitiv schöner als Fiha – fraglich jedoch ob der doppelte Preis gerechtfertigt ist.

Unsere Empfehlung ist auf jeden Fall sich das Geld für den Wasserbungie zu sparen und eine Jacuzzi-Villa zu nehmen und sich um einen Villa am Oststrand bemühen.

 

 

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