Fihalhohi 2005

Date: 29. April 2005 Posted by: MichWitz In: Reisen

Unser erster Urlaub auf den Malediven – direkt im Anschluss an unsere SriLanka-Rundfahrt.

Fihalhohi – where the sands of time stands still

Anreise:
Die Anreise war – bedingt durch unseren Aufenthalt auf SriLanka – unspektakulär. Im Kurzstreckenflug ging es von Colombo nach Male.
In Male angekommen wurden wir nach der Passkontrolle und dem Gepäckschalter auch schon von unserem Reiseveranstallter empfangen und zum Bootsanleger gebracht. Die Fahrt im Speedboot dauerte ca. eine Stunde und es war schon ein Erlebnis für uns, da wir die Malediven noch nicht kannten.

Irgendwann erschien dann am Horizont der für Fiha typische Funkturm und kaum später legten wir an.

Die Begrüßung erfolgt durch einen Mitarbeiter vom Management und wir bekamen erst einmal einen kühlen Drink und ein Erfrischungstuch. Nach einer kurzen Einführung, was auf der Insel so angeboten wird, wann das Restaurant offen hat und was sonst noch so zu wissen ist, durften wir erst einmal ein Runde auf der Insel drehen, da unser Bungalow noch nicht fertig war.

Doch das dauerte auch nur eine halbe Stunde und nachdem wir dann den letzten Bungalow auf der Sunset-Seite bekommen hatten war dies auch ganz in Ordnung. Wir hatten vorher per Mail angefragt auf diese Seite des Steges zu kommen und hatten so sogar das Glück den mit dem besten Ausblick und kürzesten Weg zum Riff zu bekommen.

 

Die Insel:
Fiha selbst ist eine eher mittelgrosse Insel, hat dafür aber sehr viele Bungalows. Da wir gerade in der Saison zum Wechsel zur Monsunzeit da waren, schien die Insel allerdings nicht ausgebucht zu sein und alles wirkte nicht wirklich überfüllt (derzeit ca. 3 Jahre nach unserem Besuch liest man in Reiseberichten, dass sich dies stark geändert haben soll).

Die Insel hat sehr viele Palmen die teilweise bereits in den Ozean hinein hingen – doch ich denke das ändert sich je nach Jahreszeit und Strandverschiebung. Wir empfanden die Vegetation als sehr exotisch und wunderschön.

Die Bungalows waren zumeist in zweite Reihe gebaut – immer etwas versetzt hinter einem Streifen Palmen und Grün (Büschen etc.). Dies hatte allerdings den Nachteil, dass dieser „Grünstreifen“ die Bungalows vom Strand trennte und somit die Strandbungalows nicht wirklich am Strand lagen. Auch geht der Inselrundweg vor den Bungalows entlang, was für deren Bewohner bedeutet, dass man nicht vor dem Bungalow in der Sonne liegt – sondern sich weiter vorn am Strans einen Platz suchen muss. Der Strand selbst ist auf der Seite zu den Wasserbungalows paradiesisch, sauber und sehr breit. Ein Traumstrand wie aus der Werbung – was allerdings auch bedeutet, dass die Bewohner der Bungalows an den Seiten rechts und Links (wo es so gut wie keinen Strand gibt) auch auf diese Seite an den Strand kommen mussten bzw. sich am Rand des o.g. Grünstreifens entlang Platz suchen müssen. Dieser ist zwar sehr großzügig vorhanden – doch wenn man schon aus so einer Insel ist, möchte man sicherlich auch vor seinem Bungalow am Strand liegen und nicht mit Sack und Pack erst einmal umherwandern.

Da wie einen Wasserbungalow hatten, hatten wir diese Probleme nicht und machten es uns auf der eigenen Terrasse gemütlich.
Das Restaurant auf der Seite des Jettys ist relativ Gross und bei Vollbesetzung sicherlich recht laut – wie gesagt, als wir dort waren, war die Insel nicht ausgebucht (evtl. auch wg. des Tsunamies vier Monate zuvor) und es war sehr angenehm von der Atmosphäre.

Auf der Insel gibt es zwei Bars – eine neben dem Restaurant – die Hauptbar und eines in der Nähe des Stegs zu den Wasserbungalows.

Wir bevorzugten den zweiten, da hier die Terrasse quasi der dortige Strandabschnitt war und das ein schöneres Inselfeeling hergab.

Die Insel ist als 3-Sterne-Insel (Wasserbungis 4Sterne) recht Preiswert und das hat sich auch auf die Preise für Drinks und Cocktails ausgewirkt. Man konnte somit sehr gut auch ohne AI (was es glaube ich auch gar nicht gab) recht viel und preiswert zu sich nehmen.

Die Bungalows:
Zur Lage (Strand und Entfernung) der Strandbungalows hatte ich ja bereits etwas geschrieben. Auch sonst sollen diese Bungalows nicht allzu viel hergegeben haben und wohl eher auf Taucher ausgerichtet sein, die Tagsüber mehr unter Wasser als im Zimmer sind. Es gibt hier zwei Kategorien – Standard und Deluxe wobei der wesentliche Unterschied wahrscheinlich die Aneinanderreihung der Bungalows war – Standardbungalows als Reihenbungalows teilweise auch zweistöckig (meint zwei getrennte Appartements) und Deluxe eher als Doppelbungalows.

Die Wasserbungalows dagegen sind ein Traum. Jeder mit eigener Terrasse und Zugang zum Meer, wobei die Terrasse vor dem Schlafraum überdacht war und es einen Tisch mit 4 Stühlen gab und daneben der Teil der Terrasse vor dem Bad nicht überdacht und mit zwei Sonnenliegen bestückt. Ins Meer ging es über eine Treppe auf einen niedere Plattform die bei Flut ca. 10cm mit Wasser bedeckt und bei Ebbe ca. 50cm über dem Wasser lag. Daher gab es von dieser Plattform auch eine Sprossenleiter ins Wasser. Besser gehts nicht.

Im Bungalow kommt man zunächst in einen kleinen Flur mit einer Anrichte mit Unterschänken und Wasserkocher (Tee, Kaffee kostenlos) und einer kleinen Schreibecke mit Schreibtisch und Fenster aufs Meer.

Rechts ab geht ein Zwischenraum mit Einbauschrank und einen Friseurtisch und einer extra Klimaanlage der als Durchgang zum Bad dient. Das Bad (auch von der Terrasse zu begehen) besteht aus WC, Doppelwaschtisch und Dusche – alles recht neu.

Vom Flur gerade durch gelangt man in das Grosse Schlaf/Wohnszimmer mit Himmelbett zwei Sesseln einer Eckcouch, diversen Ablagen und zwei Bettschränken. Auch hier ist noch einmal eine Klimaanlage vorhanden. Über eine Grosse Fenster (Tür-) Front hat man dann vom Bett aus einen wunderbaren Blick auf den Ozean.

Im Ganzen war der Bungalow wohl so um die 80qm gross, vollständig (bis aufs Bad) aus Holz und wirklich grandios. Nachdem wir nun die Wasserbungalows von Komandoo kennen (die sehr viel gelobt werden) müssen wir sagen, dass uns die auf Fiha besser gefallen und zudem nur die Hälfte kosten.

Fazit – Wenn Fiha, dann unbedingt im Wasserbungalow – leider sind diese meist schon vor Katalogerscheinung vorreserviert und ausgebucht (Für unsere Hochzeitsreise hatten wir 8 Monate vorher eine Woche Zeit um uns für einen zu entscheiden – doch wir wollten ja eine neue Insel besuchen).

Hausriff:
Das Hausriff von Fiha ist recht nah an der Insel und auch sehr gut zu erreichen, da die Strömungen sehr gering sind. Wir hatten das Glück, dass wir von unserem Wasserbungalow nur rund 50m bis zur Riffkante hatten. Auch fanden wir das Riff sehr bunt – hatten jedoch keinen Vergleich, da es ja unsere erste Insel war. Nachdem wir nun auf Komandoo waren, war unser Eindruck, das Fiha etwas bunter von den Korallen war und zB wesentlich mehr Anemonen hatte. Dafür haben wir hier keine Schildkröten oder Rochen gesehen. Doch als Neulinge war uns das egal und wir waren immer wieder fasziniert und konnten immer wieder neues Entdecken. Allerdings lässt sich die Insel nicht umschnorcheln – durch die geringe Strömung kann man aber wieder kehrt machen und zurückschnorcheln.

Restaurant:
Das Restaurant ist recht gross und bei Vollbelegung sicherlich recht laut. Hatten wir aber nicht und so war es angenehm. Man bekommt am Anfang einen Kellner und einen Tisch und hat diesen dann während des Urlaubs. Wir hatten sowohl Glück mit dem einen als auch mit dem anderen und konnten uns quasi ungestört dem guten Essen zuwenden. Dieses war sehr gut und es war immer etwas dabei was man gern gegessen hat. Für 3 Sterne durchaus überdurchschnittlich war unser Eindruck und somit vollkommen in Ordnung.

Bar:
Die Bars waren preislich durchaus dem Niveau der Insel angepasst, was sehr gut war – wir bevorzugten auf Grund der Strandlage die Bar im Bereich des Spas und vor den Wasserbungalows (hier ist auch das Wassersportcenter, was wir aber wie auch das Spa nicht nutzten).

Ausflüge:
Ausflüge sind zahlreich vorhanden. Schnorchelgänge, Angelausflüge und Ausflüge nach Male und anderen Bewohnten Inseln.

Wir haben nur einen Delphinwatching-Ausflug und einen Schnorchelgang mitgemacht – beide ca. 15$ pro Person und beide hielten was sie versprachen und sind unbedingt zu empfehlen.

Tauchbasis:
Die Tauchbasis wird von deutschen Tauchlehrern geführt und ist sehr gut und vor allem freundlich (auch gegenüber nur-Schnorchlern). Wie auf der gesamten Insel hatte man auch hier das Gefühl, dass es sich mehr um eine Familiäre oder ungezwungene Anlage handelt und man war überall völlig relaxed was der Urlaubsstimmung nur zuträglich war. Wir haben ein Schnuppertauchen dort durchgeführt, wobei wir aber erkannten, dass wir lieber Schnorcheln als Tauchen – irgendwie fanden wir das einfacher und praktischer. Doch man hat sich sehr viel Mühe mit uns gegeben ;o).

Abreise:
Zurück gings – leider – schon nach 10 Tagen. Da wir über SriLanka gekommen sind, sind wir auf gleichen Weg wieder zurück geflogen. Wir flogen Abends von Male fort und hatten leider 3 Stunden Aufenthalt in Colombo bevor es dann mit Zwischenstopp in Paris weiter ging. Doch auch die Zeit ging um. Der Flug war sehr gut und man konnte die ca. 10h Flug mit SriLankan Air gut genießen – deutsche Airlines haben da wirklich noch Potential nach oben.

Fazit:
Ein super erster Urlaub auf den Malediven. Eine echte Einsteigerinsel die im Wasserbungalow uneingeschränkt zu empfehlen ist und vor allem im Preis/Leistungsverhältnis massiv punktet. Wir hatten bei der Wahl für unsere Flitterwochen stark zu grübeln ob wir nicht doch das gute Angebot noch einmal annehmen – waren aber mit unserer anderen Wahl dann mehr als zufrieden – ich bin mir aber sicher wir hätten auch einen zweiten Besuch hier genossen und ich glaube, wir werden die Insel irgendwann wieder sehen.

 

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