Berndard Cornwell – The Saxon Stories

Date: 23. Juli 2015 Posted by: MichWitz In: Things that work for me

Ich mag Fortsetzungsgeschichten und historische Romane. Von daher bin ich begeisterter Leser der, aktuell sehr angesagten, G.R.R Martin Reihe „Song of fire and ice“ (der Bücher – die Serie ist zwar auch nicht schlecht – die Bücher IMHO besser!).

Doch bevor ich nach Westeros und den sieben Königreichen kam, gab es bereits sehr viele Romanreihen, die mich in ihren Bann zogen – Angefangen in meiner Kindheit mit allen möglichen Karl May Erzählungen, über die Geschichten von Alexander Wolkow bis hin zu Büchern wie „Der Schwarze Pfeil“ oder auch „Robbin Hood“, „Don Quijotte“ oder „Die drei Musketiere“ – später dann mit der Medicus-Trilogie, natürlich Tolkien (Hobbit, Herr der Ringe) oder auch die Chroniken von Narnia von Lewis.

Irgendwann, Ende der 90iger Jahre, fand ich beim Stöbern in der Buchhandlung dann ein Buch „Der Winterkönig“ von Bernard Cornwell. Gekauft und hängen geblieben. Direkt nachdem ich den Band durch hatte, habe ich mir den zweiten Band geholt – „Der Schattenfürst“ – und kaum war der durch, sollte auch der dritte Band her, doch den gabs nur auf Englisch (die deutsche Fassung war bereits auf ein paar Monate später angekündigt, doch ich war so „angefixt“, dass ich nicht warten konnte) und somit holte ich mir „Excalibur“ dann im Original – und von nun an wartete ich eigentlich ständig auf die nächsten Folgen historischer Romane von Bernard Cornwell.

In The Saxon Stories (oder auch manchmal Uthred-Saga oder Warrior Chronicles) begleitet der Leser Uthred von Bebbanburg durch sein Leben als Krieger und Feldherr im 9/10.Jahrhundert in Britannien.

Uthred – eigentlich Osbert – ist der zweite Sohn des Lord von Bebbanburg. Sein Bruder Uthred – der Erstgeboren – wird zu Beginn der Reihen von Dänen bei einen Angriff auf die Stammburg getötet – und so wird Osbert der älteste lebende Sohn des Lords und erhält – nach der Familientradition – den Namen Uthred, so wie auch sein Vater und dessen Vater und und und. Danach ruft der britische König dazu auf, im Land eindringenden Dänen zurück zu schlagen. Uhtred – der Vater und Lord von Bebbanburg – folgt diesem und nimmt seinen Sohn Uthred mit. Bei einer Schlacht wird der Vater getötet und Uthred (der Sohn) von den Dänen gefangen genommen. Dem dänische Graf Ragnar gefällt der Heißsporn Uthred und nimmt ihn bei sich auf und er wird so etwas wie ein Sohn für ihn. In der Zwischenzeit besetzt der Onkel von Uthred Bebbanburg und möchte Uthred von den Dänen „Freikaufen“ – das allerdings unterbindet Ragnar – und so bleibt Uthred am Leben.

Er wird dort als Heide erzogen und lernt dort die Schlachten und das Kämpfen und Plündern kennen. Zwischenzeitlich wird er jedoch durch den Priester seines Vaters (und einen guten Freund) gefunden, der inzwischen im Dienst von König von Wessex – Arthur – steht, und soll auf dessen Wunsch in einem Kloster lesen und schreiben lernen. Uthred aber sieht sich als Krieger und flieht wieder zurück zu Ragnar uns seiner Familie. Erst als ein Widersacher Rangars dessen Hof abbrennt und Ragnar dabei umkommt – und Uthred somit keinen Platz mehr bei den Dänen für sich sieht – schliesst er sich der Armee des christlichen König Arthurs an.

In der Folgezeit steigt er durch viele Erfolge in Schlachten im Ansehen – auch bei Arthur. Es stellt sich aber immer wieder heraus, dass er keine – höhergestellte – Hausmacht hat und sich so sein Ansehen bei den Adligen und König auf Kriegszeiten beschränkt – obwohl – und das sehen auch andere Adlige und auch Arthur – er überaus fähig ist, und nicht nur als Feldherr.

Das höhere Ziel auf das Arthur (später dessen Sohn) und auch Uthred aus sind, ist die Einheit Britanniens – und bei Uthred immer wieder, die Rückeroberung seines Stammsitzes Bebbanburg.

Dazwischen gibt es immer wieder Herausforderungen wegen seiner heidnischen Prägung, seiner Lieber zu Arthurs Tochter und dem Umstand, dass Uthred – ein ein Sklave der Dänen und Heide – sehr viel Einfluss auf die Geschicke des Landes hat, was anderen „Günstlingen“ ein Dorn im Auge ist.

Die Geschichte seinen Lebens wird von Uthred selbst erzählt. Im inzwischen 8ten Band (2014) ist Uthred bereits ein reifer Mann, hat einen erwachsenen Sohn – und muss bereits die ersten physischen Beeinträchtigungen des Alters durch Erfahrung wet machen ;o). Er ist einer der wichtigsten Feldherren von Mercien, wobei er seine Treue nicht dem König von Mercien, sondern seiner Frau geschworen hat – der Tochter von King Arthur von Wessex. Der König von Mercien stirbt und die Grabenkämpfe lähmen das Königreich und auch Wessex wodurch die Feinde eines vereinten Königreiches Aufwind bekommen.

Laut Cornwell soll es noch zwei weitere Teile geben – die Geschichte Uthreds ist also noch nicht auserzählt.

Oft werden die Saxon Stories mit G.R.R. Martins Lied von Feuer und Eis verglichen – ein Vergleich, der – so meine ich – hinkt. G.R.R. Martin versucht einige Jahre einer (fiktiven) Welt komplett zu erzählen und spinnt dabei mehrere parallel verlaufende Handlungsstränge, die sich irgendwo, irgendwann einmal treffen und versucht all diese so detailreich wie möglich zu beschreiben. Bernard Cornwell dagegen, nimmt sich eine Hauptfigur und lässt diese, dessen eigene Geschichte, von Anfang bis Ende erzählen. Gemeinsam haben beide sicherlich, dass sie Ihre Leser fesseln können und die Bücher immer schneller durchgelesen sind, als der jeweils neue Teil in den Handel geht.

Der Tipp für ähnlich ungeduldige Leser wie mich – lest im Original! Zum einen kann da nicht in der Übersetzung verloren gehen – zum anderen gibts die Bücher meist mindestens ein Jahr früher.

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